Satzung

Satzung des AV Schultes Kull 1972 e.V.



§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr, Verbände

  1. Der Verein trägt den Namen ANGELVEREIN SCHULTES KULL e.V. 1972 Er hat seinen Sitz in RHEURDT-NEUFELD und ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Geldern eingetragen.
    Der Gerichtsstand ist Geldern.
  2. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
  3. Der Verein ist Mitglied derAngler - Interessengemeinschaft NRW e.V. (AIG-NRW e.V.).

 

§ 2 Zweck des Vereins

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. ln diesem Sinne bezweckt er im einzelnen:

    a) Förderung und Ausübung des waidgerechten Angelfischens seiner Mitglieder,
    b) Schaffung und Bereitstellung der hierzu erforderlichen Anlagen und Einrichtungen durch Nutzbarmachung, Erhaltung, Pacht und Erwerb von Fischereigewässern und Freizeitgelände , Errichtung von geeigneten Gebäulichkeiten, Stegen usw. Beschaffung von Booten und dergleichen.
    c) Hege, Pflege und Hebung des Fischbestandes im allgemeinen, insbesondere aber in den Vereinsgewässern sowie Schaffung und Unterhaltung entsprechender Anlagen, ·
    d) Abwehr und Bekämpfung schädlicher Einflüsse und Einwirkungen auf den Fischbestand und die Gewässer im allgemeinen, vornehmlich aber hinsichtlich der Vereinsgewässer
    e) Unterstützung von Maßnahmen zur Erhaltung natürlicher Landschaften, Wasserläufe und Feuchtgebiete,
    f) aktives Eintreten für die Gedanken und Anliegen des Tier-, Natur-, Gewässer-, Landschaft- und Umweltschutzes und deren Verwirklichung,
    g) Förderung der Vereinsjugend
    h) Zusammenarbeit mit allen öffentlichen und privaten Einrichtungen, die den vorgezeichneten Zwecken förderlich sein können.
  2. in Fragen der Parteipolitik und Rasse ist der Verein neutral, in Fragen der Religion tolerant.
  3. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke
  4. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden aus dem Verein weder eingezahlte Beiträge zurück noch haben sie irgendeinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.
  5. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden. Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig, jedoch ist es zulässig, die ihnen entstehenden Kosten und Auslagen zu erstatten. Die Organe des Vereins (§ 12) können ihre Tätigkeit gegen angemessene Vergütung ausüben. Bei Bedarf können Vorstandsämter im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten entgeltlich auf der Grundlage eines Dienstvertrages oder gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung nach§ 3, Nr. 26 a EStG ausgeübt werden.
  6. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an die Gemeinde Rheurdt, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.
  7. Jede dem Zweck des Vereins und seine wirtschaftlichen Belange betreffende Änderung der Satzung ist dem Finanzamt zu melden.

Mitgliedschaft

§ 3 Mitgliedschaft

  1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person, die das zehnte Lebensjahr vollendet hat, und jede juristische Person werden
  2. aktive Mitglieder sind natürliche Personen über 18 Jahre, die die Angelfischerei im Verein ausüben.
  3. inaktive Mitglieder sind solche, die den Fischereierlaubnisschein für die Vereinsgewässer nicht erhalten können oder wollen.
  4. Mitglieder, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind .Jugendliche. Die Zahl der Jugendlichen soll 15 % der Zahl der erwachsenen Mitglieder nicht übersteigen.
  5. Förderndes Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, die die Zwecke des Vereins unterstützt und sich zu seinen Zielen bekennt, ohne selbst das Hegefischen auszuüben.
  6. Die Mitgliedschaft im Verein begründet gleichzeitig die unmittelbare Mitgliedschaft in den in § 1 Abs. 3 genannten Organisationen.


§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft wird erworben aufgrund eines schriftlichen Aufnahmeantrages, der Vor- und Zuname, Geburtstag und -ort, Wohnort, Straße und Beruf enthalten soll.
    Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.
    Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden.
  2. Bei Jugendlichen muss der Aufnahmeantrag vom gesetzlichen Vertreter unterschrieben sein. Gleichzeitig hat dieser schriftlich zu erklären, dass er mit der Satzung des Vereins, seiner Gewässer- und Jugendordnung einverstanden ist.


§ 4 a Beitrag, Aufnahmegebühr

  1. Mitglieder sind verpflichtet einen Beitrag zu zahlen.
  2. Inaktive und Jugendliche zahlen einen ermäßigten, Ehrenmitglieder keinen Beitrag.
  3. bei wirtschaftlich schwach gestellten Mitgliedern kann der Beitrag auf Antrag durch den Vorstand ermäßigt werden.
  4. fördernde Mitglieder zahlen in der Regel keinen festen Beitrag.
  5. der Beitrag ist im voraus, spätestens bis zum 15.01 . des laufenden Geschäftsjahres zu zahlen.
  6. neu eintretende Mitlieder haben nach Bestätigung der Aufnahme zudem eine Aufnahmegebühr zu zahlen.


§ 5 Ehrenmitglieder

Zu Ehrenmitglieder können Mitglieder oder Dritte ernannt werden, die sich im besonderen Maße um den Verein verdient gemacht haben. Dabei kann besonders verdienten früheren Vorsitzenden der Titel "Ehrenvorsitzender'' verliehen werden.


§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet durch freiwilligen Austritt, Tod und Ausschluss eines Mitgliedes sowie Auflösung des Vereins.
  2. der freiwillige Austritt eines Mitgliedes kann nur zum Ende eines Geschäftsjahres innerhalb einer dreimonatigen Kündigungsfrist durch eingeschriebene Mitteilung an den Vorstand erfolgen.
  3. der Ausschluss kann nach Gewährung rechtlichen Gehörs erfolgen, wenn ein Mitglied:
    a) vor oder nach seine Aufnahme ehrenrührige oder strafbare Handlungen von Bedeutung begangen oder gröblich gegen die Satzung verstoßen hat,
    b) sich eines Fischereivergehens schuldig gemacht oder sonst gegen fischereirechtliche Bestimmungen verstoßen hat,
    c) Anlass zu erheblichen oder wiederholten Streitigkeiten gegeben und dadurch den Vereinsfrieden nachhaltig gestört hat,
    d) trotz einmaliger Mahnung und ohne hinreichende Begründungen mit der Entrichtung des Jahresbeitrages,
    von oder Ersatzzahlungen für Arbeitseinsatz im Rückstand ist,
    e) sich unsportlich oder sich unkameradschaftlich verhalten oder
    f) den Verein durch sein Verhalten materiell oder ideell geschädigt hat.
  4. Über den Ausschluss eines Mitgliedes befindet der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit.
  5. Anstatt auf Ausschluss kann der Vorstand erkennen auf:
    a) zeitweilige Entziehung der Mitgliedschaftsrechte oder der Fischereierlaubnis (Entziehung der gelben Karte) für alle oder bestimmte Vereinsgewässer,
    b) Zahlung von Geldbußen bis zu einer Höhe des jeweils gültigen Jahresbeitrages,
    c) Verweis mit oder ohne Auflage
    d) mehrere der vorstehenden Möglichkeiten.
  6. Der Ausschluss oder die sonstigen Maßnahmen sind dem Betroffenen schriftlich mitzuteilen.
  7. Gegen den Ausschluss kann Berufung beim Verbandsehrengericht, gegen die Maßnahmen gern. Abs. 5 beim Ehrenrat des Vereins eingelegt werden.
  8. Bis zur Entscheidung über die Berufung ruhen die Rechte und Pflichten des ausgeschlossenen oder nach Abs. 5 a belangten Mitgliedes.
  9. Austritte und Ausschluss aus dem Verein lassen die Verpflichtungen zur Zahlung des Beitrages, des Ersatzgeldes für nicht geleistete Pflichtarbeitsstunden und der sonstigen Verbindlichkeit gegenüber dem Verein für das Jahr, in dem die Mitgliedschaft beendet worden ist, unberührt.
  10. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Mitgliedsrechte.
  11. Vereinspapiere sowie Vereins- und Verbandsabzeichen sind bei Beendigung der Mitgliedschaft ohne Vergütung zurückzugeben.

Rechte und Pflichten der Mitglieder

§ 7 Fischereierlaubnis, Bindung der Satzung, Fischereiprüfung, Beachtung von Fischereivorschriften

  1. Die aktiven Mitglieder sind nach Zahlung der festgelegten Beiträge berechtigt
    a) die vereinseigenen und vom Verein gepachteten Gewässer waidgerecht zu beangeln, soweit die in den Pachtverträgen fest gelegte Zahl der Erlaubnisscheine dies zulässt, wobei bei der Vergabe von Jahres-Fischereierlaubnisscheinen nicht berücksichtige Mitglieder bevorzugtes Anrecht auf den Bezug von Tages-, Wochen-Fischereierlaubnisscheinen haben und bei Jugendlichen die Fischereierlaubnis auf bestimmte Gewässer beschränkt werden kann,
    b) alle Vereinsanlagen (Heime, Boote, Stege usw.) zu benutzen,
    c) die Veranstaltung des Vereins zu besuchen.
  2. Die Mitglieder sind verpflichtet
    a) die Bestimmungen der ihnen beim Eintritt ausgehändigten Satzung anzuerkennen,
    b) Zweck und Aufgaben des Vereins zu erfüllen und zu fördern,
    c) die Fischereiprüfung soweit diese noch nicht abgelegt ist, innerhalb eines Jahres nach der Aufnahme in den Verein nachzuholen,
    d) die Fischerei nur im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der festgelegten Bedingungen auszuüben sowie auf die Befolgung der gesetzlichen Vorschriften auch bei anderen Mitgliedern zu achten,
    e) begründete Stundungs- oder Erlassgesuche für Beiträge usw. rechtzeitig beim Vorstand, spätestens jedoch bis 30.11. eines Geschäftsjahres, für den Erlass künftiger Beiträge einzureichen.
  3. Die Rechte der Mitglieder ruhen, falls fällige Beiträge oder sonstige Verpflichtungen nicht durch Quittungen oder sonstige Zahlungsbelege nachgewiesen werden können.

§ 8 Pflichtarbeitseinsatz

  1. Die Mitglieder sind verpflichtet, nach näherer Weisung des Vorstandes oder einer von ihm beauftragten Person jährlich eine von der Mitgliederversammlung festgesetzte Anzahl von Arbeitsstunden zur Erhaltung oder Verbesserung der Zustände oder Bedingungen an den Vereinsgewässern abzuleisten.
  2. Im Falle der Nichtableistung wird ein von der Mitgliederversammlung festgelegtes Ersatzgeld je Arbeitsstunde fällig. Das Entgelt für nicht abgeleistete Arbeitsstunden ist bis spätestens zum 15.01 . des folgenden Geschäftsjahres zu zahlen.
  3. Ehrenmitglieder, die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes, Rentner und Invalide sowie Inaktive sind von der Verpflichtung gern. Abs. 1 und 2 befreit.


§ 9 Gewässerordnung

  1. Die Grundsätze und Einzelheiten der Ausübung des Fischereirechtes ergeben sich aus den Gewässerordnungen des AIG-NRW e.V. und des Vereins.
  2. Die Bestimmungen der Gewässerordnungen sind verpflichtend.

§ 10 Jugendordnung

  1. Die Jugendlichen gehören der Jugendgruppe des Vereins an. Diese ist Mitglied des AIG-NRW e.V., deren Jugendordnung ist für den Verein verpflichtend.
  2. Die vereinsmäßige Organisation der Jugendgruppe sowie die Rechte und Pflichten der Jugendlichen ergeben sich aus der Vereinsjugendordnung.


§ 11 Ausweise

  1. Jedes Mitglied erhält einen Mitgliederausweis.
  2. Der Mitgliederausweis, der Jahresfischereischein, der Fischereierlaubnisschein und der Verbandsausweis sind beim Angeln mitzuführen und den Kontrollbefugten auszuhändigen.

Organe

§ 12 Organe

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und der Ehrenrat

§ 13 Versammlungen, Ausschüsse, Niederschrift

  1. Die teilnehmenden Mitglieder bei den Versammlungen haben die Aufgabe, durch Aussprache und Beschlüsse auf dem Wege der Abstimmung die maßgeblichen, der Zielsetzung des Vereins dienlichen Entscheidungen herbeizuführen.
  2. Über die Versammlung ist eine Niederschrift anzufertigen und vom Versammlungsleiter und dem Geschäftsführer zu unterzeichnen . Sie ist mindestens 10 Jahre aufzubewahren.
  3. Die Versammlung kann zur Bearbeitung bestimmter Angelegenheiten Ausschüsse bilden.
  4. Der Ausschuss soll aus seiner Mitte einen Vorsitzenden wählen, der die Ausschusstätigkeit leitet und das Ergebnis derselben der Versammlung vorzutragen hat.


§ 14 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung bestimmt die Richtlinien des Vereinslebens.
  2. Sie ist zuständig für Änderungen der Satzung.
  3. Sie beschließt die Höhe der Aufnahmegebühr, des Jahresbeitrages für aktive, inaktive, Jugendliche und evtl. fördernde Mitglieder, die Höhe des Einsatzgeldes für Pflichtarbeitsstunden und den Höchstsatz für Bußgelder nach § 6 Abs. 5 der Satzung.
  4. Die Mitgliederversammlung wählt in Einzelwahlgängen die Mitglieder des Vorstandes, den stellvertretenden Jugendgruppenleiter, die Mitglieder des Ehrenrates, die kein weiteres Vereinsamt bekleiden dürfen und die Vertreter des Vereins für überörtliche Organisationen für die Dauer von mindestens 2, höchstens jedoch fünf Jahren. Wiederwahl ist zulässig. Außerdem wählt sie für jedes Geschäftsjahr 2 Kassenprüfer, die nicht dem Vorstand angehören dürfen und von denen nur einer für das folgende Geschäftsjahr wieder wählbar ist.
  5. Die Mitgliederversammlung genehmigt den Jahreshaushaltsvorschlag. Sie nimmt den Kassenbericht und den Bericht des Kassenprüfers sowie den Jahresgeschäftsbericht des Vorstandes entgegen.
  6. Sie entlastet den Vorstand und den Kassierer und ist befugt, mit 2/3 Mehrheit den Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder vorzeitig abzuberufen.
  7. Die Mitgliederversammlung beschließt hinsichtlich der Vereinsgewässer über Schonzeiten und Mindestmaße, die über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen sowie über Schon- und Laichschonbezirke.
  8. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.
  9. Beschlüsse der Mitgliederversammlung binden jedes Mitglied, den Vorstand und die übrigen Amtsinhaber mit Ausnahme des Ehrenrates bei der Erfüllung seiner Aufgaben .


§ 15 Einberufung der Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal im Jahr statt.
  2. Der Vorstand beruft sie durch schriftliche Einladung, die den Mitgliedern zwei Wochen vorher zugehen soll, ein. Zugleich ist die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung bekannt zu geben .
  3. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann vom Vorstand oder auf schriftlichen Antrag von mindestens 40% der Mitglieder aus besonderem Anlass jederzeit einberufen werden.


§ 16 Leitung der Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung leitet der Erste Vorsitzende, bei dessen Verhinderung der 2. Vorsitzende oder ein anderes Vorstandsmitglied.
  2. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung den Versammlungsleiter.


§ 17 Tagesordnung

  1. Jedes Mitglied - außer den Jugendlichen- kann spätestens eine Woche vor dem Tag der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich die nachträgliche Aufnahme weiterer Tagesordnungspunkte beantragen.
  2. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Tagesordnung entsprechend zu ergänzen.
  3. Über Anträge zur Ergänzung der Tagesordnung, die erst in der Mitgliederversammlung gestellt werden, beschließt die Mitgliederversammlung. Zur Annahme des Antrages ist eine %-Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich.
  4. Anträge auf Auflösung des Vereins, Austritt aus einem übergeordneten Verband oder Änderung des Zweckes des Vereines können nicht als nachträgliche Anträge gestellt werden.


§ 18 Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus dem Ersten Vorsitzenden, dem zweiten Vorsitzenden, dem Geschäftsführer, dem Kassierer, dem Gewässerwart, dem Jugendgruppenleiter und dem Hegeleiter.
  2. Vorstand im Sinne von§ 26 BGB sind der Erste Vorsitzende, der Zweite Vorsitzende und der Geschäftsführer. Jeder von ihnen hat Einzelvertretungsbefugnis, die des Zweiten Vorsitzenden und des Geschäftsführers wird jedoch im Innenverhältnis auf die Fälle der Verhinderung des Ersten Vorsitzenden beschränkt.


§ 19 Aufgaben, Zusammentreten und Amtsdauer

  1. Der Vorstand gestaltet das Vereinsleben im Sinne der Satzung und führt Beschlüsse der Mitgliederversammlung durch.
  2. Er ist zuständig für alle Angelegenheiten des Vereins, soweit sie nicht der Mitgliederversammlung vorbehalten sind.
  3. Der Vorstand ist berechtigt, außerplanmäßige Ausgaben für dringende Fälle zu bewilligen.
  4. Er erlässt eine Jugendordnung sowie eine Gewässerordnung.
  5. Der Vorstand tritt bei Einberufung durch den Ersten Vorsitzenden oder auf Verlangen von zwei seiner Mitglieder zusammen.
  6. Die Amtsdauer des Vorstandes gilt vom Tage der Wahl an, jedoch bleibt der Vorstand bis zur Neuwahl im Amt.
  7. Scheidet ein Mitglied während der Amtsperiode aus, so wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für die Zeit bis zur nächsten Mitgliederversammlung.


§ 20 Beschlussfassung

  1. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Vorstandsmitglieder darunter der Erste Vorsitzende oder der Zweite Vorsitzende oder der Geschäftsführer, anwesend sind.
  2. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Leiters der Vorstandssitzung.
  3. Beschlüsse des Vorstandes sind für jedes Mitglied verbindlich.


§ 21 Erster Vorsitzender

  1. Der Erste Vorsitzende leitet das Vereinsleben entsprechend der Satzung sowie den Beschlüssen der Mitgliederversammlung und des Vorstandes.
  2. Bei der Mitgliederversammlung erstattet er zusammen mit dem Geschäftsführer einen Geschäftsbericht.
  3. Bei den Vorstandswahlen schlägt er- soweit möglich -der Mitgliederversammlung die übrigen Mitglieder des Vorstandes zur Wahl vor.


§ 22 Zweiter Vorsitzender

Der Zweite Vorsitzende unterstützt und vertritt den Ersten Vorsitzenden in allen seinen Aufgaben.

§ 23 Geschäftsführer

  1. Der Geschäftsführer ist für die technische und verwaltungsmäßige Arbeit, insbesondere für den Schriftverkehr des Vereins verantwortlich.
  2. Er unterstützt den Vorsitzenden und erstattet mit ihm zusammen den Geschäftsbericht.
  3. Ihm obliegt die Protokollführung bei Mitglieder- und Vorstandsversammlungen.
  4. Das von ihm geführte Protokoll muss einen Überblick über die Verhandlungen ermöglichen. Im einzelnen hat es zu enthalten:
    a) Datum, Ort, Beginn und Schluss der Versammlung
    b) Namen der Anwesenden
    c) die Tagesordnung
    d) sämtliche Beschlüsse im Wortlaut
  5. Das Protokoll wird auf der nächsten Versammlung verlesen, genehmigt und zu den Akten genommen.
  6. Beschlüsse, die dauernde Geltung für die Zukunft haben, sowie solche über die Auslegung von Bestimmungen der Satzung, hat der Geschäftsführer als Anlage zur Satzung zu nehmen.
  7. Der Geschäftsführer sammelt und verwaltet die Vereinsakten nach Sachgebieten und Daten.
  8. Er führt das Mitgliederverzeichnis und sorgt für die rechtzeitige Einladung zu den Vereinsveranstaltungen.


§ 24 Kassierer

  1. Der Kassierer verwaltet die Vereinskasse und ist für den Zahlungsverkehr des Vereines zuständig.
  2. Er zieht die festgesetzten Aufnahmegebühren, Beiträge, Bußgelder, Ersatzgelder nach § 8 Abs. 2 sowie
    Umlagen ein, leistet die erforderlichen Zahlungen und führt Buch über sämtliche Einnahmen und Ausgaben.
    Beiträge und sonstige Zahlungen können im Vereinsheim beim jeweiligen Hüttenwart, in Abstimmung
    mit dem Kassierer geleistet werden.
  3. Belege werden von ihm abgeheftet und verwahrt.
  4. lnsgesamt verfährt er nach den anerkannten Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Buchführung.
  5. Er hat darauf zu achten, dass die Verpflichtungen des Vereins seine verfügbaren Mittel nicht übersteigen.
  6. Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung hat er einen Kassenbericht zu erstatten.
  7. Vor seiner Entlastung legt er die Bücher den Kassenprüfern zum Zweck der Prüfung vor und erteilt erforderliche
    Auskünfte.


§ 25 Gewässerwart

  1. Der Gewässerwart überwacht die Vereinsgewässer. Er achtet darauf, dass dort Ordnung herrscht und die
    Mitglieder die gesetzlichen, behördlichen und vereinsmäßigen Bestimmungen beachten.
  2. Er ist befugt, Kontrollen, die sich neben den Ausweispapieren auch auf Angelgeräte, Kescher, Netze und
    Angeltaschen erstrecken können , durchzuführen.
  3. Seine Feststellungen hat er in ein Kontrollbuch, das Zeit, Ort und Name des Betroffenen sowie den Tatbestand
    und ggf. Zeugen oder andere Beweismittel festhält, einzutragen.
  4. Insbesondere obliegt ihm die Kontrolle dahin, ob schädliche Veränderungen an Gewässern oder Ufer vorliegen. Gegebenenfalls hat er Gewässer- und Erdproben zu entnehmen und untersuchen zu lassen.
  5. Bei Fischsterben oder Fischerkrankungen hat er entsprechende Fotos aufzunehmen und sie unter Beachtung
    der von der Landesanstalt für Fischerei NRW in Albaum herausgegebenen Richtlinien zum Zwecke der
    Untersuchung einzusenden oder entsprechendes zu veranlassen.
  6. Über seine Feststellungen berichtet der Gewässerwart alsbald dem Vorstand .
  7. Zur Erfüllung seiner Aufgaben soll er monatlich wenigstens zwei Kontrollgänge durchführen.
  8. er arbeitet mit den bestellten Fischereiaufsehern der Niederrheinischen Fischereigenossenschaft zusammen.
  9. Der Gewässerwart plant und leitet die Ableistung der Pflichtarbeitsstunden der Mitglieder gem. § 8 Abs. 1
    der Satzung. Er führt Buch über die von jedem Mitglied geleisteten Arbeitsstunden.

§ 26 Jugendgruppenleiter

  1. Der Jugendgruppenleiter fasst die Jugendlichen des Vereins zu einer Jugendgruppe zusammen.
  2. Ihm obliegt es, die Jugendlichen mit den ethischen Grundsätzen, gesetzlichen Bestimmungen und den
    technischen Fertigkeiten des Angelfischens vertraut zu machen, sie insbesondere über die Bestimmungen
    der Vereinsvorschriften und des Vereinslebens zu unterrichten.
  3. Zu diesem Zweck hält er Schulungsveranstaltungen mit theoretischen und praktischem Lerninhalt ab. Veranstaltungen
    und Lehrpläne sind mit dem Vorstand abzustimmen.
  4. Hinsichtlich der Jugendlichen stehen dem Jugendgruppenleiter die Kontrollrechte des Gewässerwartes
    zu.
  5. Er unterrichtet den Vorstand über das gesamte Leben und alle besonderen Vorkommnisse in der Jugendgruppe,
    insbesondere über Verstöße gegen gesetzliche und vereinsmäßige Bestimmungen.
  6. Die stellvertretenden Jugendgruppenleiter sind Mitglieder des erweiterten Vorstandes, nehmen jedoch im
    Falle der Verhinderung des Jugendgruppenleiters voll dessen Rechte und Pflichten wahr.


§ 27 Hegeleiter

  1. Der Hegeleiter organisiert das Hegefischen des Vereins entsprechend den Bestimmungen für Hegefischen
    des AIG-NRW e.V. sowie den Vereinsbestimmungen.
  2. Er ist in Absprache mit dem geschäftsführenden Vorstand zuständig und verantwortlich für die technische
    Abwicklung und Organisation von Hegefischen des Vereins.


§ 28 Beisitzer

  1. Die Beisitzer unterstützen die übrigen Vorstandsmitglieder in allen ihren Aufgaben und stehen vor allem für die
    Übernahme von Sonderaufgaben zur Verfügung.


§ 29 Fischereiaufseher

  1. Der Unterstützung des Gewässerwartes dienen wenigstens zwei Fischereiaufseher, die nicht Mitglied des
    Vorstandes sind.
  2. Sie können zur Vorstandssitzung zugelassen werden, haben jedoch weder Antrags- noch Stimmrecht.
  3. Im übrigen entsprechen ihre Rechte und Pflichten denen des Gewässerwartes.


§ 30 Kassenprüfer

  1. Die Kassenprüfer prüfen die Rechnungsbelege des Vereins auf ihre formelle und materielle Richtigkeit,
    Vollständigkeit und Ordnung sowie Soll und Haben der baren und unbaren Geldbestände.

  2. Hierzu sind ihnen vorzulegen
    a) die Geschäftsbücher und sonstige Buchungsunterlagen,
    b) die Belege und Bankauszüge sowie
    c) die Barkasse

  3. Sie haben das Recht und die Pflicht, vor Abfassung ihres Berichte zur Klärung von Fragen und Zweifelsfällen
    Auskünfte, die nach ihrem Ermessen mündlich oder schriftlich zu erteilen sind, von den Vorstandsmitgliedern
    einzuholen.
  4. Das Ergebnis der rechtzeitig vor der Mitgliederversammlung durchzuführenden Prüfung ist in einem schriftlichen
    Kassenprüfbericht festzuhalten, der von den Prüfern unter Angabe von Zeit und Ort zu unterschreiben
    ist. Er soll wenigstens 3 Tage vor der Mitgliederversammlung fertiggestellt sein und dann in der
    Regel dem Ersten Vorsitzenden als Ausfertigung übergeben werden.
  5. Der zu den Vereinsakten und zu den persönlichen Unterlagen der Prüfer zu nehmende Bericht soll folgende
    Angaben enthalten:
    a) Namen der Prüfer
    b) Name des Kassierers
    c) Zeit und Ort der Prüfung
    d) Zeitraum der Prüfung
    e) Geprüfte Unterlagen
    f) Namen der Auskunftspersonen
    g) Art und Inhalt der verlangten und erteilten Auskünfte
    h) Art und Weise der Prüfung (Prüfungshandlungen)
    i) Bare und unbare Geldbestände sowie
    j) Endvermögen zum Prüfungsstichtag.

  6. Aufgrund des Prüfungsergebnisses schlagen die Kassenprüfer der Mitgliederversammlung die Entlastung
    oder Nichtentlastung des Kassierers vor.
  7. Zwischenprüfungen im Laufe des Geschäftsjahres sind jederzeit möglich. Sie sollen in der Regel jedoch
    eine Woche vorher beim Kassierer angemeldet und nach den vorbezeichneten Grundsätzen durchgeführt
    werden.


§ 31 Ehrenrat

  1. Der Ehrenrat des Vereins, der aus seiner Mitte einen Vorsitzenden wählen kann , besteht aus drei Mitgliedern
    des Vereins.
  2. Der Ehrenrat entscheidet über die Berufung gegen die in § 6 Abs. 5 genannten Disziplinarmaßnahmen.

 

Geschäftsordnung

§ 32 Ordnungsmaßnahmen

  1. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung auf der Mitglieder- und Vorstandsversammlung stehen dem jeweiligen
    Versammlungsleiter folgende Maßnahmen zur Verfügung
    a) Verweisen zur Sache,
    b) Zurückweisen ungehöriger Ausdrücke,
    c) Entziehung des Wortes,
    d) Ausschluss von der Versammlung auf Zeit oder für die Dauer der Versammlung,
    e) Schließen der Versammlung.

  2. Die Maßnahmen unter Ab 1 d) und e) sind erst nach zweimaligem Verweisen zur Sache oder Zurückweisen
    ungehöriger Ausdrücke oder bei allgemeiner erheblicher Störung der Versammlung trotz zweimaliger
    Abmahnung möglich.


§ 33 Verhandlungsführung, Antragsfolge

  1. Die Verhandlungen werden parlamentarisch geführt. Das Wort ist beim Versammlungsleiter zu beantragen.
    Der Stellvertreter desselben führt die Rednerliste.
  2. Das Wort zur Geschäftsordnung zum Antrag oder zur Anfrage ist, nachdem der Vorredner ausgesprochen
    hat, sofort zu erteilen. Im übrigen erteilt der Versammlungsleiter das Wort in der Reihenfolge der Rednerliste.
  3. Liegen von einem Antrag mehrere Fassungen vor, so wird über den weitergehenden Antrag zuerst abgestimmt.
    Die dahingehende Auslegung erfolgt durch den Versammlungsleiter.

  4. Während der Beratung über einen Tagessordnungspunkt können folgende Anträge eingebracht werden:
    a) Antrag auf Schluss der Rednerliste,
    b) Antrag auf Schluss der Debatte,
    c) Antrag auf Vertagung des Tagesordnungspunktes,
    d) Antrag auf Schluß der Versammlung.

  5. Über die Anträge zu Abs. 4 wird sofort abgestimmt. Zur Annahme dieser Anträge ist eine 3/4-Mehrheit
    erforderlich.


§ 34 Versammlungsleiter

  1. Der Versammlungsleiter hat sich grundsätzlich an den Verhandlungen und Debatten nur insoweit zu beteiligen,
    als die Leitung der Versammlung und die Aufrechterhaltung der Ordnung es erfordern.
  2. Hat er selbst Anträge zu stellen, so überträgt er die Leitung der Versammlung seinem Stellvertreter.
  3. Er darf nicht als letzter zu einem Antrag sprechen.


§ 35 Abstimmungsarten

Die Abstimmung kann erfolgen durch:
a) allgemeine Zustimmung
b) Handheben
c) geheim

§ 36 Abstimmungsweise

Die Abstimmung durch Handheben erfolgt in der Reihenfolge
a) Wer ist gegen den Antrag?
b) Wer enthält sich der Stimme?
c) Wer ist für den Antrag?

§ 37 Verfahren bei Wahlen

  1. Vor dem Wahlgang ist der Kandidat zu befragen, ob er im Falle seiner Wahl diese annehme. Lehnt der dies
    ab, erlischt seine Kandidatur.
  2. Steht für ein Amt nur ein Kandidat zur Verfügung, erfolgt die Wahl entsprechend den Regeln von § 36 der
    Satzung.
  3. Sind für ein Amt mehrere Kandidaten wirksam vorgeschlagen, so erfolgt ein einmaliger geheimer Wahlgang,
    in welchem jeder Stimmberechtigte einen Kandidaten wählt. Gewählt ist der Kandidat, der die meisten Stimmen auf sich vereinigt.
    Bei Stimmengleichheit erfolgt eine Stichwahl.


§ 38 Einfache relative Mehrheit

  1. Soweit in der Satzung kein anderes Mehrheitsverhältnis vorgeschrieben ist, ist zur Annahme eines Antrages
    die einfache Mehrheit erforderlich.
  2. Einfache Mehrheit ist eine einfache relative Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.
  3. Unter einfacher relativer Mehrheit ist die Mehrheit der Ja- und Nein-Stimmen zu verstehen. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht.

§ 39 Satzungsänderung und Auflösung

Beschlüsse über Satzungsänderungen und Auflösen des Vereins bedürfen einer Mehrheit von %der auf der
Mitgliederversammlung erschienenen Mitglieder.


§ 40 Ermächtigung

Der Erste Vorsitzende ist ermächtigt etwaige zur Genehmigung der Satzung und zur Eintragung des Vereins erforderlich formelle Änderungen und Ergänzungen der Satzung vorzunehmen.